Fußball-Bayernliga: Würzburger Fußballverein trifft auf einen alten Bekannten

 

Am 24. Spieltag der Bayernliga Nord kommt es zu einem waschechten Klassiker an der Mainaustraße. Der Würzburger Fußballverein trifft – zum mittlerweile bereits 14. Mal  seit der Saison 2002/03  – auf den VfL Frohnlach.

Bekanntlich starteten die Blauen mit einem  respektablen Punktgewinn vor 14 Tagen in Nachholspiel gegen den großen Aufstiegsfavoriten aus Großbardorf und der mehr als unglücklichen 0:1 Niederlage vor Wochenfrist beim SV Erlenbach 1919 in die Restrückrunde, wobei man in beiden Partien vor allem durch großen Einsatz und Kampf überzeugen konnte. Lediglich im Abschluss haperte es in beiden Spielen noch etwas.

Frohnlachs Trainer Stefan Braungardt sieht sein Team im Abstiegskampf

Die Gäste aus Frohnlach kassierten in ihrem Auftaktspiel ins Kalenderjahr 2015 zuhause beim 0:2 gegen den TSV Aubstadt bereits die 11. Saisonniederlage. Gäste-Trainer Stefan Braungardt war auch fernab des Ergebnisses mit dem Spiel seiner Mannschaft nicht 100-prozentig einverstanden. „Es ist mir, ganz ehrlich, unerklärlich, dass wir heute die notwendige körperliche Präsenz etwas haben vermissen lassen, denn wir befinden uns weiterhin Mitten im Abstiegskampf und da muss man ans Limit gehen“.

Schaut man sich die Tabelle der Bayernliga Nord an, so sieht man, dass beide Mannschaften aktuell ganze zwei Pünktchen trennen. Der Würzburger Fußballverein (28 Pkt.) liegt derzeit auf dem 11. Rang, während die Gäste aus Frohnlach (26 Pkt.) derzeit den 13. Platz belegen. Für beide Teams gilt es also den Abstand auf den ersten Relegationsrang 14, der momentan aus WFV-Sicht sieben Punkte beträgt und aus Sicht des VfL deren fünf weiter zu vergrößern und nicht noch dichter an jene unliebsamen Positionen herangezogen zu werden.

„Historisch gesehen, liegen uns die Würzburger“, richtete Braungardt den Blick nach vorn auf das bevorstehende Duell der beiden Dauerkonkurrenten. In der Tat konnte der Würzburger Fußballverein seit der Saison 1991/92  – also nunmehr 23 Jahren – nicht mehr vor heimischer Kulisse gegen die Frohnlacher gewinnen, eine Serie die diesen Samstag unbedingt reißen soll.

WFV möchte sich für die guten Leistungen der letzten Wochen selbst belohnen

Für Christian Graf gilt es in erster Linie endlich mehr Konsequenz im Abschluss zu zeigen um nach den zuletzt torlosen Auftritten endlich wieder jubeln zu können.

„Wir haben in den vergangenen beiden Spielen gegen Großbardorf und in Erlenbach sehr viel richtig gemacht. Umso ärgerlicher ist die späte Niederlage im letzten Spiel, bei der zwei bis drei Kleinigkeiten nicht gepasst haben und wir das ein oder andere Mal vielleicht etwas zu naiv agiert haben, was letztlich zu diesem Ergebnis geführt hat“.

Für das Spiel am Samstag ist die Marschroute für den WFV-Cheftrainer allerdings klar.

 „Wir wollen und müssen am Samstag unbedingt gewinnen, gleichwohl wissen wir natürlich, dass die Frohnlacher gerade auswärts immer sehr schwer zu spielen sind, aber wir werden wieder engagiert und couragiert auftreten und versuchen auch in der Offensive konsequenter zu sein um nach zwei torlosen Spielen zuletzt endlich wieder zu treffen und den Sieg einzufahren“, und ergänzt, „dafür müssen wir vor allem auch Tayfun Özdemir in den Griff bekommen, der aus meiner Sicht ganz klar ebenso in der Regionalliga spielen könnte. Wir sind aber guter Dinge.“

Es wird wohl auch dieses Mal wieder auf ein kampfbetontes Spiel hinauslaufen, an dessen Ende Kleinigkeiten den Ausschlag geben können.

Fragezeichen hinter drei WFV-Akteuren

Ein dickes Fragezeichen steht aktuell noch hinter den Einsätzen von Co-Kapitän Wladi Slintchenko, Simon Heim und Martin Eck, die laut Graf allesamt aufgrund muskulärer Probleme in dieser Woche nicht viel trainieren konnten. Ob die drei am Samstag gegen den VfL Frohnlach auflaufen können entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.

Die bisherige Bilanz beider Vereine (seit der Saison 2002/03):

In bislang 13 Aufeinandertreffen (zwei davon in der Landesliga Nord 2002/03) konnte der Würzburger FV lediglich zweimal als Sieger vom Rasen gehen – einmal davon beim 2:0 Sieg im Hinspiel dieser Saison. Dazu gab es für die Blauen noch zwei Remis und es setzte ganze neun Niederlagen.