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Mainfranken
Mittwoch, 16. Januar 2008 15:33
Ein Leben, fern der Zivilisation

Ein Leben, fern der Zivilisation

Ulrich Weiner leidet am sogenannten Mikrowellensyndrom, das heißt sein Körper reagiert angeblich besonders sensibel auf Strahlung. Seit fünf Jahren flüchtet er in seinem Wohnwagen von Funkloch zu Funkloch.

Im Oktober 2001 erleidet der Unternehmensberater für Telekommunikation einen körperlichen Zusammenbruch. Die Ärtze diagnostizieren Herz-Kreislauf-Desregulation mit Zusammenbruch des körpereigenen Abwehrsystems in Folge eines Tagungsaufenthaltes . Schon Monate zuvor bemerkt er körperliche Veränderungen nach langen Handy-Telefonaten. Vor allem Konzentrationsstörungen seien anschließend aufgetreten, sagt der heute 30jährige. Zuhause hält es der gebürtige Augsburger seitdem nicht mehr aus. Vor fünf Jahren hat er sich schließlich einen Wohnwagen gekauft und flüchtet in Wälder und Regionen mit wenig Mobilfunkstrahlung. Bevor er seine Zelte jedoch aufschlägt, misst er die Umgebung mit einem Elektrosmog-Spion ab. Auf der Fahrt von einem Funkloch ins andere ist der ehemals Handybegeisterte auf Freunde und Bekannte angewiesen. Selbst Autofahren ist ihm, so sagt er, nicht mehr möglich. Stattdessen verzieht er sich auf die Rückbank, jedoch nicht ohne seinen Strahlschutzanzug. Er besteht aus eingewebten Silberfäden und soll Weiners Körper vor Strahlung schützen. Berufstätig ist der ehemals selbstständige Unternehmensberater heute nicht mehr. Als Referent trägt er seine Bedenken gegenüber Mobilfunk an Schulen, vor Ärzten und Kommunen vor.

Mehr Informationen über das Thema Mobilfunkstrahlung finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Bundesamt für Strahlenschutz: www.bfs.de
Bürgerwelle e.V.: www.buergerwelle.de
Forschungsinstitut in Österreich: www.med-grenzfragen.at
Verbraucherinitiative: www.forum-elektrosmog.de
Mobilfunkgegner + gesammelte Studien:
www.elektrosmognews.de


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