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Mainfranken
Dienstag, 15. Januar 2008 16:35
Angst vor dem Sendemasten

Angst vor dem Sendemasten

Seit 1996 steht in der Gemeinde Helmstadt im Landkreis Würzburg ein Sendemast mit 29 Richtfunk- und vier Mobilfunkantennen. Viele Bürger befürchten, dass dieser Krebs auslöst.

Hans Schmelzer wohnt schon jahrzehntelang in Helmstadt. Er beobachtet seit Jahren eine Zunahme der Krebserkrankungen in seiner Nachbarschaft und darüber hinaus im gesamten Ort. Über die Zahl der Neuerkrankten in Helmstadt führt er seine eigene Statistik. Aktueller Stand: Derzeit kommen auf 2.600 Einwohner 60 Krebskranke. Auch Schmelzers Ehefrau hatte Krebs, vier Jahre lang hat der Schulleiter sie bis zu ihrem Tod gepflegt. Nun ist auch er an Krebs erkrankt. Mit anderen Bürgern aus dem Ort hat Schmelzer eine Bürgerinitiative gegründet, sie kämpfen gemeinsam gegen den Sendemasten. Ihre Forderung, die Sendeleistung zu senken, will der Betreiber E-Plus nicht nachkommen, schließlich betrage die Sendeleistung der GSM-Antennen gerade mal 25 Watt. Genauso wenig will das Unternehmen eine eigene Studie für Helmstadt in Auftrag geben. Martin Reinicke, Regionalmanager von E-Plus, weist stattdessen auf die bereits laufende Studien der Bundesamt für Strahlenschutz hin. Diese Untersuchungen würden von allen vier großen Mobilfunkunternehmen finanziert. Das Amt selbst gibt an insgesamt 15 Millionen Euro in derartige Studien zu stecken. Wenig Hoffnung auf eine Untersuchung gibt auch das Gesundheitsamt Würzburg, von deren Seite hatte sich die Bürgerinitiative Unterstützung erhofft. Der Leiter des Gesundheitsamtes gibt in einem Schreiben allerdings an, dass die Zahl der Krebsfälle in Würzburg nicht auffälliger sei als anderenorts. Im übrigen wisse das Gesundheitsamt nicht, wie die Initiative auf ihre Zahlen käme.

Mehr Informationen zur Mobilfunkstrahlung finden Sie auf folgenden Internetseiten:

Bundesamt für Strahlenschutz: www.bfs.de
Bürgerwelle e.V.: www.buergerwelle.de
Forschungsinstitut in Österreich: www.med-grenzfragen.at
Verbraucherinitiative: www.forum-elektrosmog.de


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