s.Oliver Baskets gewinnen Basketball-Krimi gegen Nürnberg und bleiben zuhause ungeschlagen!

Es war das erwartete Spitzenspiel: in der zweiten Basketball-Bundesliga traf der Spitzenreiter aus Würzburg auf den Tabellenzweiten aus Nürnberg. Die Gäste kommen besser ins Spiel, führen zur Pause überraschend deutlich mit 40:30. Auch nach dem dritten Viertel ist es dank des überragenden Braydon Hobbs (21 Punkte, 6 assists) eine klare Angelegenheit für den Tabellenzweiten: 60:49.

Dann aber ein unfassbares Schlussviertel der Gastgeber, die damit auchg im 15. und letzten Heimspiel der Saison – zumindest in der Hauptrunde – ungeschlagen bleiben: der Abschnitt geht mit 27:7 an Würzburg, die Baskets gewinnen mit 76:67.

In der Crunchtime ist es vor allem Samme Givens, der mit einem tollen Block und wichtigen Vorlagen und vor allem Punkten die Baskets zum 17. Sieg in Serie führt.

Best of s.Oliver Baskets: Jason Dourisseau 19 Punkte, Darren Fenn 14/6 Rebounds, Carlos Medlock 12, Christian Hoffmann und Samme Givens mit je 11 Zählern.

Best of rent4office Nürnberg: Braydon Hobbs 21/8 Rebounds/6 assists, Stephan Haukohl 16, Dan Oppland 10.

Die Viertel im Überblick: 16:28 / 14:12 (30:40) / 19:20 / 27:7 (76:67)

Die Presse-Mitteilung der Baskets:

Gelungene Playoff-Generalprobe nach starkem Schlussviertel

ProA-Spitzenreiter s.Oliver Baskets dreht das Spitzenspiel gegen Verfolger rent4office Nürnberg in der Schlussphase und gewinnt mit 76:67 (30:40)

Die Festung s.Oliver Arena wackelte 30 Minuten lang, aber sie fiel nicht: Mit einem 27:7 im Schlussviertel hat Spitzenreiter s.Oliver Baskets am 29. Spieltag der ProA das Frankenderby gegen rent4office Nürnberg noch gedreht und ist zuhause auch im 15. Spiel ungeschlagen geblieben. Das 76:67 (30:40) gegen den Verfolger aus der Noris war der 17. Sieg in Serie. Top-Scorer der Partie war Nürnbergs Spielmacher Braydon Hobbs mit 21 Zählern. Bei den s.Oliver Baskets trafen Jason Dourisseau (19 Punkte), Kapitän Darren Fenn (14) und Carlos Medlock (12) am besten.

Für den Tabellenführer aus Würzburg ging es im letzten Frankenderby der Hauptrunde gegen rent4office Nürnberg zwei Spieltage vor Beginn der Playoffs nur noch um die Wahrung der weißen Weste in der s.Oliver Arena. Völlig anders dagegen die Ausgangslage für den Tabellenzweiten aus der mittelfränkischen Metropole: Das Team von Trainer Ralph Junge konnte – einen Erfolg von Verfolger Gießen 46ers vorausgesetzt – den zweiten Platz nur mit einem Sieg im Spitzenspiel verteidigen.

Entsprechend engagiert traten die Gäste von Beginn an auf: Nachdem die s.Oliver Baskets in den Anfangsminuten zunächst die Oberhand hatten und nach drei Minuten durch einen Treffer von Kapitän Darren Fenn mit 9:4 in Führung gingen, übernahmen in der Folgezeit die Nürnberger das Kommando. Eingeleitet durch ihren auffälligsten Akteur Braydon Hobbs drehten die Männer von der Noris innerhalb weniger Minuten mit einem 14:1-Lauf die Partie.

Die s.Oliver Baskets schienen in dieser Phase vom hohen Tempo des Spiels überrascht zu sein. In der Schlussminute des ersten Viertels erhöhte Nürnbergs Josh Young zum ersten zweistelligen Abstand von 14:24. Im Anschluss setzten die stark aufspielenden Braydon Hobbs und Stefan Haukohl dem Tabellenführer weiter zu, bis Nürnberg in der 15 Minute sogar bis auf 22:37 enteilt war. Die 15 Punkte sollten im weiteren Spielverlauf die höchste Führung bleiben.

Während seine Mannschaftskollegen mit vielen Fehlwürfen zu kämpfen hatten, traf Jason Dourisseau Mitte des zweiten Abschnitts den wichtigen Dreier, der die s.Oliver Baskets weiter in Schlagdistanz hielt. Ruben Spoden verkürzte mit Ablauf der Wurfuhr wenige Sekunden vor der Halbzeit mit einem Korbleger wieder auf 10-Punkte – Pausenstand 30:40.

Erst wenige Momente vor dem Wiederbeginn der Partie kamen die Würzburger wieder aus der Kabine, wodurch sie den Halbzeitauftritt der Junior-Franken verpassten. Die U10-Mannschaft des TSV Lohr setzte sich in einem unterhaltsamen Spiel mit 16:6 gegen den Nachwuchs des Post SV Nürnberg durch. Dabei zeigten die Lohrer Junior ihren großen Vorbildern, was sie zum Erfolg brauchten: Hundertprozentigen Einsatz und Siegeswille.

Deutlich mehr von beidem zeigte Doug Spradleys Team dann auch ab dem Beginn des dritten Abschnitts. Schon 140 Sekunden nach Wiederbeginn konnte Carlos Medlock per Distanztreffer auf 40:44 verkürzen. Gästetrainer Junge erkannte das nahende Übel und stoppte den neuen Schwung der Hausherren mit einer Auszeit. Die Maßnahme zeigte Wirkung, denn im weiteren Verlauf des dritten Viertels wuchs der Vorsprung der Gäste wieder bis auf 49:60 vor dem Schlussviertel an.

Nach dem Spielverlauf hätten vor den letzten zehn Minuten nicht mehr viele Zuschauer noch einen Cent auf die s.Oliver Baskets gesetzt. Nachdem der Schlussabschnitt mit einem Würzburger 6:0-Lauf bis zur 34. Spielminute begonnen hatten, ging dann aber richtig die Post ab.

Als Kapitän Darren Fenn eine Verschnaufpause auf der Bank einlegte, übernahm sein Vertreter Samme Givens die Verantwortung. Mit mustergültigem Einsatz ging der 25-Jährige voran und riss auch seine Teamkollegen mit, die auch noch eine ordentliche Schippe an Intensität zulegten. Nach einem Dreipunktspiel von Givens legte Carlos Medlock den Dreier zum 61:62 nach. Während die s.Oliver Arena wieder in gewohnter Lautstärke bebte, versuchte Ralph Junge ein weiteres Mal die Notbremse in Form einer Auszeit zu ziehen.

Doch diesmal ließen sich die Würzburger nicht mehr vom Kurs abbringen. Zwar erhöhte Nürnbergs Topscorer Hobbs noch einmal auf 61:64, doch schon im Gegenzug glich Chris Hoffmann für die s.Oliver Baskets mit einem Dreier aus. Zwei Minuten vor dem Ende brachte Hobbs die Gäste kaltschnäuzig mit einem Dreier zum 66:67 erneut in Führung.

Als Nürnbergs Dan Oppland wenige Augenblicke später zum Korbleger ansetzte, um die Führung weiter auszubauen, war einmal mehr Samme Givens zur Stelle: Trotz seines Größennachteils pflückte er seinem Gegenspieler beim Korbleger den Ball von der Hand. Auf der anderen Seite versenkte Carlos Medlock eiskalt seinen vierten Dreier des Abends zum 69:67.

Die Führung ließ sich der Tabellenführer in der Schlussminute nicht mehr nehmen. Von der Freiwurflinie aus erhöhten Givens und Jermaine Mallett zum Endstand von 76:67. Dank einer „WueComeback“-Aufholjagd im Schlussviertel (27:7) blieb der Heimnimbus der s.Oliver Baskets auch im 30. ProA-spiel vor eigenem Publikum gewahrt.

Trainerstimmen:

Doug Spradley, s.Oliver Baskets:
„Es war ein sehr hart umkämpftes Spiel. Nürnberg war in den ersten drei Vierteln aggressiver und hat härter gespielt. Sie haben durch ihr physisches Spiel den Ton angegeben und uns das Leben sehr schwer gemacht. Ende des dritten Viertels habe ich den Jungs dann gesagt dass sie nicht nur abwarten dürfen, sondern selbst die Kontrolle übernehmen sollten. Im vierten Viertel haben wir dann endlich aggressiver gespielt und in der Verteidigung besser gestanden. Dann haben wir auch bessere Würfe produziert und getroffen. Mit dem 27:7 im letzten Viertel bin ich sehr zufrieden. Die Jungs haben nie aufgegeben. Ein Dankeschön auch an unsere Zuschauer. Sie haben uns noch einmal gepusht, als wir 15 Punkte hinten waren, das war sehr wichtig heute. Ich hoffe, dass das heute ein Weckruf war. Es war wichtig, vor den Playoffs noch einmal gegen eine sehr gute Mannschaft zu spielen.“

Ralph Junge, rent4office Nürnberg:
„Gratulation an Doug Spradley und sein Team, die sich trotz Rückstand immer im Spiel gehalten haben. Im letzten Viertel haben sie mit dem fantastischen Publikum im Rücken das Spiel gewonnen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

s.Oliver Baskets – rent4office Nürnberg 76:67 (16:28, 14:12, 19:20, 27:7)

Für die s.Oliver Baskets spielten:
Jason Dourisseau 19 Punkte/2 Dreier, Darren Fenn 14/1, Carlos Medlock 12 (4/4 Dreier), Samme Givens 11, Christian Hoffmann 11/1 (5 Assists), Jermaine Mallett 5, Sebastian Betz 2, Ruben Spoden 2, Max Ugrai.

Top-Performer Nürnberg:
Hobbs 21/3 (8 Rebounds/6 Assists), Haukohl 16/3, Oppland 10.