Andreas Pfister mit erfolgreichem Saisonauftakt trotz Topspeed-Defizit in Monza

Nach der motorsportlichen „Winterpause“ trafen sich vom 28.-30. April 2017 die besten Tourenwagen-Rennfahrer der Welt (FIA WTCC) und Europas (FIA ETCC) am Autodromo Nazionale di Monza in Italien um den diesjährigen Saisonauftakt unter sich auszufahren. Auch dem unterfränkischen Rennfahrer Andreas Pfister gelang es wieder in der Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) dabei zu sein, und dies bereits in der sechsten Rennsaison in Folge.

Die Saison der Tourenwagen-Europameisterschaft (FIA ETCC) erstreckt sich über 6 Rennwochenenden in Italien, Ungarn, Deutschland, Portugal, Belgien und der Tschechei. Pro Rennwochenende werden zwei Wertungsläufe mit einem stehenden Grand-Prix-Start ausgetragen.

In den ersten Testfahrten vor Beginn des wichtigen Zeittrainings gelang es Andreas Pfister auf Anhieb wieder im vorderen Fahrerfeld mitzumischen. „Wir konnten die Trainingszeit gut nutzen um das richtige Set-Up des Rennwagens zu finden, und uns auf die Gegebenheiten der Highspeed-Rennstrecke in Monza einzustellen. Wir konnten im Winter keine einzige Trainingsrunde drehen, deshalb sind diese Testsessions für uns Gold wert. Mit Platz 6 sind wir vorerst zufrieden, auch wenn wir wissen dass uns die Charakteristik der Rennstrecke in Monza mit den vielen langen Geraden nicht entgegen kommt. Durch unser DSG-Getriebe im Rennwagen verlieren wir Speed auf den Geraden, hier hat die Konkurrenz deutliche Vorteile, da die Rennwagen mit einem sequenziellen-Getriebe ausgestattet sind.“ so Pfister.

Kampfgeist in beiden Rennen wird belohnt

Nach Freigabe des Starts zum ersten Rennen am Sonntag Morgen gelang es Andreas Pfister sich in der hitzigen Anfangsphase aus allen Rangeleien herauszuhalten und sich eine gute Position für den weiteren Rennverlauf zu verschaffen: „Ich konnte meinen Rhythmus im Rennwagen schnell finden und fand mich anschließend in einem herausfordernden Vierkampf um den Vierten Rang wieder. Im etwas kurvigeren Teil der Rennstrecke hatte ich die Möglichkeit aufzuschließen, auf den Geraden verlor ich allerdings durch unseren Getriebe-Nachteil wieder etwas an Boden. Unter diesen Umständen bin ich mit dem siebten Rang im ersten Rennen ganz zufrieden, denn es bedeutet auch den zweiten Startplatz (die ersten 8 Rennwagen starten in umgekehrter Startreihenfolge) für das zweite Rennen!“ erklärte Andreas Pfister im Gespräch mit den Medien.

Im zweiten Rennen stand Pfister also in der ersten Startreihe und viele Fernsehkameras waren auf den Rennwagen mit der Startnummer 7 gerichtet. Auch diesmal gelang dem Deutschen ein guter Start und er konnte im Sprint zu ersten Schikane den Pole-Setter Mladen Lalusic (SRB) ausbeschleunigen. Doch von hinten drohte Gefahr: Die an diesem Wochenende extrem schnellen HONDA Civic Rennwagen stürmten von Hinten heran und übernahmen die führenden Positionen.

„Nach einigem Lackaustausch mit der Konkurrenz gelang es mir mich vorerst erfolgreich zu verteidigen. Doch gegen die diesmal überlegenen Rennwagen von Honda und Audi (RS 3 LMS) hatten wir im Topspeed im weiteren Rennverlauf einfach keine Chance. Ich konzentrierte mich also darauf wichtige Punkte mit nach Hause zu nehmen, was mir mit Platz 7 auch gelang. In 14 Tagen startet bereits das nächste Rennwochenende am Hungaroring, diese Rennstrecke ist deutlich kurviger als Monza, was uns in die Karten spielen sollte. Ich hatte trotzdem viel Spaß im Rennwagen und wir konnten ein nahezu perfektes Set-Up des Fahrwerks und Reifendrucks finden, was uns in den Kurven wirklich nach vorne gebracht hat.“ so Andreas Pfister im Anschluss der beiden Rennen.